Whose life matters?

Wegen eines von einem Polizisten getöteten amerikanischen Kriminellen gingen kürzlich bis zu 50.000 Menschen in Wien auf die Straße.

Wegen jährlich 30.000 in Österreich im Mutterleib ermordeten unschuldigen Menschen gingen einige Tage später in Wien ca. 300 Menschen auf die Straße.

Nach diesen Zahlen zu urteilen zählt das Leben eines Kriminellen, der selber schon eine schwangere Frau mit dem Umbringen bedroht hat, ein Vielfaches von tausenden unschuldigen Menschen, die ihr Leben noch vor sich gehabt hätten.

Dieses Denken ist in der Gesellschaft tief verankert. Kürzlich hat etwa die von der ÖVP gestellte Frauenministerin faktenwidrig ein „gesetzlich verbrieftes Recht“1 auf die Tötung ungeborener Kinder behauptet und meines Wissens dieses nach Protesten auch nicht korrigiert.

Diese Beispiele zeigen, dass die Maßstäbe von Menschen sehr weit daneben liegen können, insbesondere wenn sie von einer lebensfeindlichen Ideologie geprägt sind.

Wir sollten daher nach den Maßstäben Gottes fragen.

Bereits im ersten Kapitel der Bibel finden wir einen Satz, der die Würde jedes Menschen begründet:

Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie. (Genesis 1,27)

Weil der Mensch Gottes Ebenbild ist, ist er so wertvoll in den Augen seines Schöpfers. Dieser Wert des Menschen beginnt ab dem ersten Augenblick seiner Existenz. Jeder Mensch ist von Gott geliebt und zur ewigen Gemeinschaft mit seinem Schöpfer berufen. Darin liegt der Wert und die Würde des Menschen.

Es ist daher nicht erstaunlich, dass gerade Menschen, die den Glauben an Gott ablehnen, oft auch die Würde des Menschen nicht wirklich verstehen.

Zur Würde des Menschen gehört wesentlich auch die Freiheit. Weil wir frei sind, können wir Gott und einander lieben. Ohne  Freiheit gibt es keine Liebe und auch kein wahres Glück.

Zum Wesen der Freiheit gehört auch, dass sie missbraucht werden kann. Genau das ist geschehen und geschieht immer wieder. In der biblischen Erzählung vom Sündenfall wird der Missbrauch der Freiheit zur Entscheidung gegen Gott bereits auf den ersten Menschen zurückgeführt. Die Entscheidung des ersten Menschen hatte Konsequenzen für alle anderen Menschen. Wir alle wurden anfällig für die Sünde. Jeder, der ehrlich zu sich selbst ist, muss zugeben, dass es in seinem Leben vieles gibt, was nicht gut ist. Wir haben gegen unser Gewissen, gegen den uns von Gott gegebenen Maßstab gehandelt. Wir haben gesündigt.

Durch die Sünde haben wir die Grundlage unserer Beziehung zu unserem Schöpfer zerstört, und somit auch die Grundlage für unser Glück. Wir haben Gott die kalte Schulter gezeigt, auf seine Liebe mit Ablehnung reagiert.

Gottes Antwort darauf war aber nicht Ablehnung, sondern Liebe. In Jesus Christus ist Gott selbst auf uns zugekommen. Das ewige Wort Gottes wurde einer von uns, um uns aus unserer Sünde herauszuführen, zurück zu unserem liebenden Vater.

Und wieder war die Antwort des Menschen Ablehnung und Hass, Hass bis zum Tod. Jesus starb am Kreuz den schändlichen Tod eines Verbrechers. Doch er blieb nicht im Tod, sondern ist auferstanden.

Auch hier hat Gott wieder gezeigt, wie wertvoll wir in seinen Augen sind. Er hat aus Liebe zu uns seinen ewigen Sohn für uns gegeben.

18 Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, 19 sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. (1 Petrus 1,18-19)

Gott in seiner Liebe will nicht, dass wir im Sumpf unserer Sünden, in unserer „nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise“ bleiben. Gott will unsere Umkehr. Das Kommen Jesu ist eine Herausforderung, auf seine Liebe nicht weiter mit Hass und Ablehnung zu reagieren. Wir dürfen unser Leben ihm anvertrauen, nach seinem Willen fragen. Wir dürfen ihn um Vergebung unserer Sünden bitten, um ein neues Leben, das nicht von unserem Egoismus, sondern von Gottes Liebe geprägt ist.

Wir sind kostbar in Gottes Augen. Er hat uns aus Liebe geschaffen. Er hat aus Liebe seinen Sohn zu unserer Erlösung gesandt. Seine Liebe bleibt jedoch fruchtlos, wenn wir ihm nicht mit unserer Liebe antworten.

11 Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12 Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, 13 die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. (Johannes 1,11-13)

Your life matters.


  1. In diesem Dokument auf Seite 3, Zeile 4. 

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