Freiheit

Wir leben in einer Zeit, in der unsere Freiheit mehr und mehr eingeschränkt wird. Das soll ein Anlass sein, darüber nachzudenken, was die Bibel über die Freiheit sagt.

Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze […] (Lukas 4,18)

Diese Worte aus dem Buch Jesaja (61,1) las Jesus am Beginn seines öffentlichen Wirkens in der Synagoge von Nazareth. Er stellte den Anspruch, dass sich dieses Wort in ihm erfüllt hat. Jesus ist gekommen, Gefangene freizulassen, Zerschlagene in Freiheit zu setzen. Er hat diese Freiheit aber nicht politisch verstanden. Er ist gekommen, um uns von allem zu befreien, was uns von Gott, unserem Schöpfer trennt. Wenn wir unsere geistliche Armut erkennen, können wir seine frohe Botschaft vernehmen. Wenn wir unsere geistliche Blindheit sehen, öffnet Jesus uns die Augen.

31 Da sagte er zu den Juden, die zum Glauben an ihn gekommen waren: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger. 32 Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien. (Johannes 8,31-32)

Befreiung erfahren wir durch die Wahrheit. Die Wahrheit erkennen wir, wenn wir im Wort Jesu bleiben. Durch sein Wort erkennen wir uns und ihn. Wir erkennen uns in unserer Mangelhaftigkeit, wir sehen unsere Sünden, und wie sehr wir unseren Erlöser brauchen. Wir erkennen Jesus als den von Gott gesandten Retter, der uns aus unserer Not herausholen kann und uns verändern kann, damit wir so werden, wie uns unser Schöpfer gewollt hat, damit wir wir selber werden.

In Johannes 14,6 sagt Jesus, dass er die Wahrheit ist. Wenn wir ihn sehen, sehen wir den Vater (Johannes 14,9). Weil er die Wahrheit ist, kann er uns herausholen aus unserer Lüge und uns wirklich frei machen.

34 Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde. […]
36 Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei. (Johannes 8,34:36)

Die größte Sklaverei ist die Sklaverei der Sünde. Wir tun nicht das, was gut und richtig ist, was unserem innersten, uns von Gott geschenkten Wesen entspricht. Wir sind geknechtet von unseren Begierden, von den Wünschen des Augenblicks oder von unserem Stolz, der sich nicht demütigen will. Wir sind nicht wirklich wir selbst. Von dieser Sklaverei können wir uns nicht selbst befreien. Diese Freiheit will uns Jesus schenken.

Handelt als Freie, ohne die Freiheit als Deckmantel der Bosheit zu benutzen, sondern als Knechte Gottes! (1 Petrus 2,16)

Freiheit besteht nicht darin, dass wir unseren egoistischen Wünschen freien Lauf lassen können. Freiheit besteht darin, dass wir unseren Egoismus beherrschen. Es scheint paradox, dass wir nur dann wirklich frei sind, wenn wir Knechte Gottes sind. Aber nur, wenn wir uns unserem liebenden Schöpfer unterordnen, empfangen wir die Kraft, das Böse in uns zu überwinden. Wir können das nur in der Beziehung zu Jesus Christus, unserem Erlöser, der uns diese wahre innere Freiheit schenken will, eine Freiheit, die uns niemand nehmen kann.

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