„Ungläubig sind ja diejenigen, die sagen: ‚Allah ist der Messias.'“

Ungläubig sind ja diejenigen, die sagen: „Allah ist ja al-Masīḥ, der Sohn Maryams“. (Sure 5,17a)

Diesem Satz kann man, je nachdem, wie man ihn versteht, vom christlichen Standpunkt her einerseits zustimmen, andererseits muss man aber auch feststellen, dass er in massivem Widerspruch zur Bibel steht.

Es hängt davon ab, wie man das Wort „Allah“ versteht.

Wenn mit „Allah“ der islamische Gott gemeint ist, dann kann man nur zustimmen, dass der Messias, der Sohn Marias, nicht Allah ist. Entgegen dem in Sure 29,46 erhobenen Anspruch, dass die „Leute der Schrift“ (Juden und Christen) denselben Gott wie die Muslime haben, ist das keineswegs der Fall. Mehr dazu im Beitrag „Unser Gott und euer Gott ist Einer.“

Jesus ist keineswegs „Allah“, so wie er im Koran vorgestellt wird.

Da der Koran aber mit „Allah“ den Gott meint, der sich in der Bibel offenbart hat, ist klar, dass in Sure 5,17 eine deutliche Ablehnung der christlichen Lehre der Gottheit Jesu vorliegt. Das zeigt die Fortsetzung des Verses, in der gesagt wird, dass Allah den Messias vernichten können hätte. Siehe dazu diesen Beitrag.

Wenn diejenigen, die Jesus als Gott bekennen, ungläubig sind, dann ist der erste, der ungläubig genannt werden muss, Jesus selbst. Jesus hat auf verschiedene Weise den Anspruch erhoben, Gott zu sein und wie Gott verehrt zu werden. Eine Auflistung von Bibelstellen dazu gibt es hier.

Jesus hat z. B. in Johannes 5,23 den Anspruch erhoben, so verehrt zu werden wie der Vater.

[…] damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

Jesus hat nach seiner Auferstehung, die eine Bestätigung seiner göttlichen Autorität ist, das Bekenntnis des Thomas, dass Jesus Gott ist, als Ausdruck des Glaubens anerkannt.

28 Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. (Johannes 20,28-29)

Der Autor des Korans wagt es etwa 600 Jahre später, das Gegenteil der Worte Jesu zu behaupten und die Bekenner der Gottheit Jesu ungläubig zu nennen. Jesus sah im Bekenntnis des Thomas seinen Glauben. Der Autor des Korans erkühnt sich, dem Wort Gottes, das Jesus nach den Worten des Korans in Person ist (siehe hier und hier), zu widersprechen. Der Koran widerspricht dadurch aber nicht nur Jesus und der Bibel, sondern auch sich selbst, sogar Worten derselben Sure.

Gewiß, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Ṣābier und die Christen, – wer (immer) an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt, – über die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein. (Sure 5,69)

52 Verse nach 5,17 wird der Glaube der Christen akzeptiert. Zu diesem Glauben gehörte seit Beginn der Glaube an die göttliche Natur Jesu Christi. In Vers 17 aber werden die Christen und auch Jesus als Ungläubige bezeichnet. Hat der Autor des Korans diesen Widerspruch sogar in derselben Sure nicht bemerkt? Normalerweise werden Widersprüche im Koran, die es nach Selbstaussage des Korans gar nicht geben darf, durch die Lehre der Abrogation gelöst. Die zeitlich spätere Sure hebt die frühere, ihr widersprechende Aussage des Korans auf. Doch wie ist das, wenn die widersprüchlichen Aussagen in derselben Sure zu finden sind? Vermutlich haben islamische Gelehrte auch darauf eine Antwort gefunden.

Diesem Dilemma entkommen Muslime, indem sie direkt zu Jesus kommen, seinen in der Bibel überlieferten Worten vertrauen, die in Ewigkeit nicht vergehen werden.

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. (Markus 13,31)

Auch im Koran gibt es in Sure 3,50 die Aufforderung, Jesus zu gehorchen.

[…] Und ich bin mit einem Zeichen von eurem Herrn zu euch gekommen; so fürchtet Allah und gehorcht mir!

Jesus ist glaubwürdiger als jemand, der 600 Jahre nach dem Kommen des letzten Propheten Widersprüchliches über Jesus behauptet hat. Nur bei Jesus finden wir den Frieden, den Mohammed nicht geben kann.

28 Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Matthäus 11,28-30)

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