Schon seit meiner Kindheit kenne ich das Marienlied „Maria zu lieben ist allzeit mein Sinn”.
Doch je mehr ich mich mit der Bibel auseinandergesetzt habe und sie zur Richtschnur in meinem Leben gemacht habe, umso weniger konnte ich dieses Lied singen. Auch wenn ich Maria als die Mutter des Herrn Jesus achte und ehre, kann ich nicht sagen, dass es allzeit mein Sinn ist, sie zu lieben, oder dass ich in Freuden und Leiden ihr Diener bin. Als Christ bin ich Diener Gottes und seines Sohnes Jesus Christus.
Darum habe ich nach dem Vorbild zur selben Melodie einen neuen Text geschrieben, in dem es um Jesus geht, dem zu dienen das Ziel meines Lebens ist.
-
Herr Jesus, dich lieben ist allzeit mein Sinn.
In Freuden und Leiden dein Diener ich bin.
Du bist ja der einzige Mittler zu Gott.
Nur du kannst uns retten von Sünde und Tod. -
Du ewiges Wort, das vom Vater ausgeht,
und Licht von dem Lichte, des Glanz nie vergeht.
Gott einziggezeuget, ohn Anfang, ohn End,
ganz eins mit dem Vater, von dem dich nichts trennt. -
An Macht und an Herrlichkeit ihm gleich du bist.
Unteilbar das Wesen des Ewigen ist.
Durch dich aus dem Vater der Heil’ge Geist geht.
In ewiger Liebe, Gott , du dich verschenkst. -
Aus Liebe der Vater durch dich schuf die Welt.
Du bist’s, der im Geiste sie ständig erhält.
Um frei ja zu sagen zu dir, unserm Herrn,
hast du uns geschaffen. Nicht bist du uns fern. -
Das Leben zu wählen hast du uns bestimmt,
dass jeder der Menschen sein Glück in dir find‘.
Auf dich hin geschaffen sind wir dir zur Ehr.
Das ist unser Leben: dir dienen, o Herr! -
Doch wir rebellierten und wählten den Tod,
verstießen das Leben, um selbst zu sein Gott.
Verloren in Sünde die Hoffnung uns schwand.
In unserer Bosheit kein Ausweg sich fand. -
In unserer Sünde, in unserer Not
kamst du uns zu Hilfe, du ewiger Gott.
Wir war’n deine Feinde, doch Liebe bist du.
Wir stießen dich von uns. du gingst auf uns zu. -
Die göttliche Herrlichkeit ließt du zurück
und bist Mensch geworden zu unserem Glück.
In sterblichem Fleisch, du unendlicher Gott,
arm wardst du, du Reicher, trugst unsere Not. -
Im Stalle geboren, gestorben am Kreuz –
O Herr, deine Demut heilt unseren Stolz.
Du zeigtest uns Liebe, die Sünde trugst du,
starbst für deine Feinde und schenktest uns Ruh. -
Dann als Überwinder dem Grab du entstiegst.
Herr, in deinem Tode der Tod ist besiegt.
Weil du auferstanden, das Leben wir hab’n.
Wir dürfen nun leben, weil leer ist das Grab. -
Verherrlicht beim Vater du sandtest den Geist.
Durch ihn du den Weg deines Lebens uns weist.
Ihn dürfen wir wandeln bis hin zu der Zeit,
da du wirst erscheinen in groß‘ Herrlichkeit. -
Dann wirst angebetet du sein ohne End,
wenn keinerlei Sünde von dir uns mehr trennt.
In deinem Dienst, wahrer Mensch du und Gott,
sei dir mit dem Vater im Geist alles Lob.
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