Gedanken zum „Marsch fürs Leben“

Heute war wieder der „Marsch fürs Leben“ in Wien.

Erfreulich ist, dass diesmal wieder etwas mehr Leute da waren, angeblich 3-4000 gegenüber 2500 im Vorjahr.

Erfreulich ist auch, dass es der Polizei offensichtlich gut gelungen ist die schreiende Rotte der Todesfanatiker in gebührendem Abstand zu halten, sodass alles störungsfrei ablaufen konnte. Vor drei Jahren war das noch ganz anders.

Bemerkenswert war, dass die Referenten aus dem Ausland (bzw. der Vertreter der syrischen Kirche) eine klarere Sprache sprachen, als es die einheimischen taten. Auch auf der Website des Veranstalters habe ich die Forderung nach Abschaffung der Fristenlösung nicht gefunden.

Auffällig war, dass eine bekannte ÖVP-Politikerin, die in den vergangenen Jahren immer eine Rede hielt, dieses Jahr darauf verzichtet hat. War das ein Eingeständnis, dass man mit ihrer Partei keine Lebensschutzpolitik betreiben kann?

Im Großen und Ganzen war das eher wie ein fröhlicher Event aufgezogen. Einerseits verständlich, weil man die Sympathie der Öffentlichkeit gewinnen will. Da ist es schon gut, wenn der Unterschied zu den brüllenden Abtreibungsfanatikern ganz deutlich sichtbar ist. Andererseits müsste die Ermordung von jährlich über 30.000 Kindern im Mutterleib einen Aufschrei verursachen, der nicht zu überhören ist. Wegen viel geringerer Sachen gibt es große Skandale. Wenn zigtausende Menschen umgebracht werden, stört das kaum jemanden.

Fazit: Nächstes Jahr wird es wieder einen Marsch geben, vielleicht mit wieder etwas mehr Teilnehmern. Ändern wird sich nichts. Es gibt keine politisch relevante Kraft, der die Beendigung des Tötens ein Anliegen ist. Auch die „Kirchen“ schweigen zu diesem Thema. Muslime waren beim Marsch zumindest nicht besonders sichtbar vertreten.

Wie soll eine Gesellschaft, die ihre Kinder tötet, überleben?

Der HERR sprach: Was hast du getan? Das Blut deines Bruders erhebt seine Stimme und schreit zu mir vom Erdboden. (Genesis 4,10)

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