[…] Und ich werde mit Allahs Erlaubnis den Blindgeborenen und den Weißgefleckten heilen und werde Tote mit Allahs Erlaubnis wieder lebendig machen. […] (aus Sure 3,49)
[…] und als du aus Lehm mit Meiner Erlaubnis (etwas) schufst, (was so aussah) wie die Gestalt eines Vogels, und ihr dann einhauchtest, und sie da ein (wirklicher) Vogel wurde mit Meiner Erlaubnis; und (als) du den Blindgeborenen und den Weißgefleckten mit Meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit Meiner Erlaubnis (aus den Gräbern) herauskommen ließest; […] (aus Sure 5,110)
In den zwei Versen, in denen der Koran die Wunder Jesu erwähnt, wird wiederholt betont, dass Jesus diese Wunder „mit Allahs Erlaubnis“ gewirkt hat. Unter der Voraussetzung, dass mit „Allah“ der Gott der Bibel, der Vater Jesu Christi, gemeint ist, ist das durchaus zutreffend. Jesus hat alle seine Wunder in völliger Harmonie und Übereinstimmung mit seinem Vater gewirkt. Ich habe dazu im Beitrag „Die Wunder Jesu im Koran“ einige Gedanken geschrieben.
Ergänzend dazu sei darauf hingewiesen, dass es im koranischen Text immer heißt: „mit Allahs Erlaubnis“ bzw. „mit meiner Erlaubnis“. Es steht aber nie, dass Gott oder Allah Jesus dazu eigens mit Wunderkraft ausgestattet hat. Der Koran setzt voraus, dass Jesus die Kraft hatte, Wunder zu wirken. Gott hat ihm die Erlaubnis gegeben, die Wunder zu vollbringen. Jesus hatte aber kraft seines Wesens die Kraft dazu. So weisen diese beiden Verse auf die Wundermacht Jesu hin. Da nach Psalm 72,18 allein der HERR, der Gott Israels, Wunder tut, finden wir hier sogar einen indirekten Hinweis auf die Gottheit Jesu.
Man könnte einwenden, dass es im ersten Teil von Sure 5,110 heißt:
[…] „O ʿĪsā, Sohn Maryams, gedenke Meiner Gunst an dir und an deiner Mutter, als Ich dich mit dem Heiligen Geist stärkte, so daß du in der Wiege zu den Menschen sprachst […]
Jesus hatte nach dieser Aussage seine Wunderkraft durch die Stärkung mit dem Heiligen Geist. Der koranische Zusammenhang setzt voraus, dass Jesus bereits vor seiner Geburt oder unmittelbar danach mit dem Heiligen Geist gestärkt worden sein, da er durch diese Stärkung bereits in der Wiege zu den Menschen sprach.
Jesus war als Sohn Gottes immer, auch ab dem ersten Augenblick seiner menschlichen Existenz, in voller Einheit mit dem Vater und mit dem Heiligen Geist. Die Wunder Jesu waren immer die Wunder des dreieinen Gottes. Jesus hat seine Wunder nie losgelöst vom Vater oder vom Heiligen Geist getan.
Spuren dieses großartigen Wirken Gottes finden sich noch in den Worten des Korans. Muslime sind eingeladen, sich dadurch motivieren zu lassen und den wahren Jesus in den Worten der bis heute unverfälschten Bibel zu suchen und zu finden.
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens. (Lukas 2,14)
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