Was kostet das Heil?

1 Auf, alle Durstigen, kommt zum Wasser! Die ihr kein Geld habt, kommt, kauft Getreide und esst, kommt und kauft ohne Geld und ohne Bezahlung Wein und Milch! 2 Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt, und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen! 3 Neigt euer Ohr und kommt zu mir, hört und ihr werdet aufleben! (Jesaja 55,1-3a)

Es ist schon mehr als 2500 Jahre her, dass ein Prophet diese Einladung zum Gratiseinkauf ausgesprochen hat. Es ist keine Einladung zum Schlaraffenland, in dem einem gebratene Tauben in den Mund fliegen. Es ist eine Einladung zum Heil, zur Erlösung, zur Gemeinschaft mit Gott. Wasser, Getreide, Wein, Milch, fette Speisen stehen für alles, was zu unserem geistlichen Leben notwendig ist, für ein erfülltes Leben, das seinen Grund in einer harmonischen Beziehung zu unserem Schöpfer hat.

Diese Beziehung können wir uns nicht erarbeiten. Mit Geld können wir uns vieles kaufen, was die materielle Seite unseres Lebens schön und angenehm macht. Der Sinn und das Ziel unseres Lebens sind aber nicht für Geld zu haben. Wir geben unser Geld für Dinge, die vergänglich sind, die uns im Hinblick auf die Ewigkeit nicht ernähren und satt machen. Tiefe, unvergängliche Erfüllung, Glück, das auf ewig bleibt, finden wir nur bei unserem Schöpfer.

Das reichste Luxusleben hat einmal ein Ende. Jede glückliche Beziehung hört einmal auf, spätestens wenn der Tod sie trennt. Das kostbare Gut der Gesundheit kann von einem Tag auf den anderen verschwinden. Im Menschen bleibt der Durst nach Ewigkeit, den nur Gott stillen kann.

Leider sind sich viele Menschen dieses Durstes gar nicht bewusst. Die Sorgen des Alltags oder das ständige Jagen nach Vergnügungen vertreiben die Sehnsucht nach Gott. So bleibt der Mensch leer und unerfüllt und lebt an seinem Ziel vorbei.

Es ist notwendig, innezuhalten, sich darauf zu besinnen, was wirklich wertvoll ist. Es ist notwendig, Gott zu suchen.

Gott bietet das Leben mit ihm gratis an. Da braucht man keine teuren Yoga-Kurse zu besuchen, keine Seminare zur Selbstfindung zu bezahlen. Gott hat gesprochen. Durch die Propheten und zum Schluss durch seinen Sohn. Diese Worte sind für jeden, der sucht, zugänglich. In der Bibel kann man sie lesen.

Es gibt aber eine Grundbedingung: Hört und ihr werdet aufleben! (Jesaja 55,3)

Hören, das heißt auch gehorchen. Was Gott uns zu sagen hat, ist kostbar. Er will nicht unsere Ohren kitzeln, sondern unser Leben verändern. Wer bereit ist, sich mit Gottes Wort zu konfrontieren, wird feststellen, dass vieles in seinem Leben nicht so ist, wie es gut und richtig wäre. Die Sünde trennt uns von Gott. Auf Gott hören heißt auch, Gott an die dunklen Flecken im Leben heranzulassen, damit er sie verändern kann.

Der Frevler soll seinen Weg verlassen, der Übeltäter seine Pläne. Er kehre um zum HERRN, damit er Erbarmen hat mit ihm, und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen. (Jesaja 55,7)

Es geht hier nicht nur um die „großen“ Sünden. Auch wenn wir uns nicht wie ein Frevler oder Übeltäter vorkommen, so gibt es doch Punkte in unserem Leben, wo unsere Wege und Pläne den Wegen Gottes entgegenstehen. Dort sind auch wir Frevler und Übeltäter. Die Erkenntnis der eigenen Sünden führt uns zu Demut und Umkehr. Wir sind nicht so gut, wie wir uns das gerne einreden. Doch Gott will uns Erbarmen schenken. Er ist groß im Verzeihen. Dazu ist es aber notwendig, dass wir die Sünde vor ihn bringen, damit er sie verzeihen kann um unser Leben nach seinem Willen zu gestalten.

Das Heil kostet nichts. Es ist Gottes Geschenk. Trotzdem kostet es unser Leben. Nur wenn wir bereit sind, unseren Egoismus durch die von Gott geschenkte Liebe ersetzen zu lassen, wird Gottes Heil in unserem Leben Wirklichkeit.

Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. (Matthäus 16,25)

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