Es weihnachtet sehr.

Weihnachts- oder Christkindlmärkte, festliche Beleuchtung … Unser Land, unsere Städte sind in eine Stimmung getaucht, die auf die nahenden Feiertage hinweist. Die Wirtschaft erhofft sich gute Geschäfte, die Wohltätigkeitsorganisationen auf großherzige Spender. Wenn es noch etwas Schnee gibt, wird das Ganze noch romantischer …

Worum geht es dabei eigentlich? Was wird da gefeiert? Offiziell geht es um die Geburt Jesu Christi.

Eine höchst seltsame Geburtstagsfeier ist das. Man bereitet sich wochenlang darauf vor. Man schmückt, man kauft, man spendet … Doch vom Geburtstagskind ist dabei nicht oder kaum die Rede. Im Grunde will man mit dem Geburtstagskind nichts zu tun haben. Es reicht doch, wenn die Geschäfte gut gehen, die Spendenkonten sich füllen, man romantische Gefühle erlebt, wenn die Kultur gepflegt wird. Da würde Jesus Christus, mit seinem Anspruch an unser Leben doch nur stören.

Jesus ist nicht gekommen, um der Wirtschaft im Winter auf die Beine zu helfen, auch nicht, um uns mit einem schönen Fest zu bereichern.

Jesus ist gekommen, um uns den Frieden mit Gott zu schenken. Wir haben durch unsere Sünden, unseren Egoismus, unsere Begierden, unseren Stolz diese Beziehung zerstört. Aus Eigenem können wir diese kaputte Beziehung nicht wiederherstellen. Darum ist Gott selber in Jesus uns entgegengekommen. In Jesus Christus begegnet uns Gott selber. Er möchte uns zurückholen.  Er möchte uns die Freiheit von unseren Sünden schenken.

Es liegt an uns, ob wir uns beschenken lassen. Das verlangt von uns Selbsterkenntnis, die Bereitschaft, uns so zu sehen, wie wir sind. Um frei werden zu können, müssen wir zuerst die dunklen Flecken in unserem Leben sehen, von denen uns Gott reinigen will. Das verlangt Demut und den Willen, alles Sündhafte wirklich loszulassen. Gott möchte uns helfen, diese Gesinnung zu erlangen. Der entscheidende Schritt liegt jedoch immer am Menschen. Gott zwingt sich uns nicht auf. Liebe ist nur in Freiheit möglich, auch die Liebesbeziehung zwischen Gott und dem Menschen.

Wenn wir uns dafür öffnen, verstehen wir auch, dass es Gott nicht um ein besonderes Fest geht. Er möchte, dass jeder Tag unseres Lebens von ihm erfüllt wird. Deswegen haben die Jünger Jesu, die ersten Christen, nicht einmal den Gedanken gehabt, so etwas wie Weihnachten zu feiern. Sie haben Gottes Gegenwart jeden Tag erfahren und brauchten daher keine Ersatzbefriedigung durch Konsum oder schöne Gefühle, die doch allzuleicht vergehen.

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben. Titus 2,11-12

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