Die ihr den HERRN liebt, hasst das Böse!

Die ihr den HERRN liebt, hasst das Böse! Er behütet das Leben seiner Frommen, er entreißt sie der Hand der Frevler. (Psalm 97,10)

Das Leben ist kein Einerlei. Wir sind hineingestellt in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Durch unsere Sünden haben wir alle, jeder einzelne Mensch, uns auf die Seite des Bösen gestellt. Wir haben mitgewirkt an der Rebellion gegen den Schöpfer und seine Liebe.

Gott sieht unsere Rebellion, unsere Abkehr von ihm, mit dem wir nicht ihm schaden, sondern uns selbst, da wir uns von der Quelle des Lebens trennen. Weil er Liebe ist, will er nicht, dass wir in unserem selbstgewählten Unglück bleiben. Deswegen ruft er uns. Er hat Propheten gesandt. Zum Schluss ist er in seinem Sohn Jesus Christus zu uns gekommen. Das ewige Wort Gottes ist Mensch geworden. Er hat uns, die wir seine Feinde geworden sind, nicht gehasst, sondern geliebt. Jesus ist für seine Feinde gestorben. Er hat die Bosheit durch Liebe überwunden.

Nehmen wir seinen Ruf der Liebe an, so verändert er uns. Die Beziehung zu ihm soll jeden Bereich unseres Lebens durchdringen. Das verlangt von uns aber immer wieder neue Entscheidungen, wenn es darum geht, wie wir mit unserer Zeit, unserem Geld, unseren Beziehungen … umgehen. Gott möchte unseren Blick für das, was gut und für das, was böse ist, schärfen. Unser Gewissen soll durch das Tun des Guten geschärft und gereinigt werden.

… feste Speise aber ist für Erwachsene, deren Sinne durch Gebrauch geübt sind, Gut und Böse zu unterscheiden. (Hebräer 5,14)

Hier ist auch der Punkt, in dem der Hass seinen Platz in der Liebe erhält. Es geht nicht um Hass auf Menschen. Wir können nicht Gott, der Liebe ist, dienen und Menschen hassen. Wenn wir Gott lieben, werden wir uns aber von allem trennen und distanzieren, was im Gegensatz zu dem guten Gott steht.

Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dir Anlass zur Sünde gibt, so hau ihn ab und wirf ihn von dir! Es ist besser für dich, lahm oder als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen oder mit zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden. Und wenn dein Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, einäugig in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden. (Matthäus 18,8-9; Elberfelder)

Es geht hier nicht um Amputation von Hand oder Fuß, auch nicht um die Entfernung des Auges. Jesus spricht hier über die Entschlossenheit im Kampf gegen Sünde. Er weist auf die große Gefahr hin, in die wir uns begeben, wenn wir der Versuchung Raum geben. Das ist der Hass gegen das Böse, der aus der Liebe zu Gott kommt. Gedanken, Blicke, Handlungen, die uns von Gott wegbringen wollen, haben keinen Platz im Leben eines Jüngers Jesu.

Wir haben die Verheißung, dass wir im Kampf nicht alleine stehen. Der Herr ist bei seinen Jüngern. Am Jünger liegt es, dem Herrn die Treue zu bewahren.

In Psalm 97,10 ist nicht nur der Aufruf, das Böse zu hassen. Dort finden wir auch Gottes Zusage, das Leben seiner Frommen zu behüten. Er wird die Seinen sicher ans Ziel bringen, für alle Ewigkeit.

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