Diese abscheuliche Tat steht in völligem Widerspruch zu den Werten unseres Glaubens und ist durch nichts zu rechtfertigen. Die Instrumentalisierung des Islams für extremistische Zwecke entstellt unsere Religion und wird gezielt genutzt, um Hass und Gewalt zu verbreiten. Die perfide Strategie dieser Terroristen, wahllos in Menschenmengen zu morden und Panik zu verbreiten, zielt allein darauf ab, Angst und Chaos in der Gesellschaft zu säen.
Diese Worte finden sich in einer Stellungnahme der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs zu dem Attentat eines radikalen syrischen Muslims, der in Villach in Kärnten mit einem Messer wahllos auf Menschen eingestochen hat und dabei einen Vierzehnjährigen ermordet und fünf weitere Personen teils schwer verletzt hat. Weiter wird der Vorsitzende der IGGÖ zitiert:
„Diese Gewalttaten, die unter missbräuchlicher Berufung auf den Islam begangen werden, haben mit den wahren Werten unseres Glaubens nichts gemein. Jegliche Form von Gewalt und Terrorismus ist eine Verzerrung dieser Werte und stellt einen Angriff auf die Gesellschaft und die Harmonie der menschlichen Gemeinschaft dar. Ideologien, die unsere Religion für ihre verwerflichen Ziele instrumentalisieren, sind eine Gefahr für unsere Gesellschaft und müssen mit aller Entschlossenheit bekämpft werden.“
Es ist erfreulich und begrüßenswert, dass sich die Vertretung der österreichischen Muslime entschieden von diesem Terrorakt distanziert. Das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen und Glaubensüberzeugungen ist für jede Gesellschaft von grundlegender Bedeutung.
Es stellt sich jedoch die Frage, warum gerade der Islam so oft missverstanden wird oder von radikalen Muslimen für ihre extremistischen Ziele missbraucht wird. Fast täglich werden irgendwo auf der Erde Menschen im Namen der Religion des Friedens attackiert oder ermordet. So gab es vor kurzem einen tödlichen Angriff im elsässischen Mülhausen (Mulhouse), kurz zuvor am Holocaust-Mahnmal in Berlin, in München fuhr ein radikaler Muslim in eine Demonstration und tötete eine Mutter und ein Kind und verletzte zusätzlich mindestens 37 Menschen … Dazu kommen noch die zahlreichen Verbrechen radikaler Muslime in Afrika und Teilen Asiens, die nur sehr selten in unsere Nachrichten gelangen. Oftmals werden von Dschihadisten ganze Dörfer angegriffen, dabei zahlreiche Menschen getötet, immer wieder auch Mädchen entführt. Haben hier Verbrecher, die sich oftmals durch ihren Ruf „Allahu akbar“ zum Gott des Islams bekennen, eine friedliche Religion einfach nur missbraucht?
Blicken wir etwas weiter in die Geschichte zurück, so war der Islam keineswegs freundlicher. Hier in Österreich haben wir das besonders im Jahr 1683 erlebt, als muslimische Eroberer nicht nur Wien belagerten, sondern auch die Umgebung der Stadt mit Terror und Mord verwüstet haben, so etwa in Hainburg, wo rund 8000 Menschen getötet oder verschleppt wurden, in Mödling, wo fast die gesamte Bevölkerung niedergemetzelt wurde, oder in Perchtoldsdorf, wo hunderte Menschen, die sich den Osmanen bereits ergeben hatten, ebenfalls ermordet wurden. Haben die Osmanen den Islam nur für ihre brutalen Eroberungsgelüste missbraucht?
Gehen wir zurück zu den Anfängen des Islams, wie sie uns in islamischen Quellen überliefert werden. Schon Mohammed, der Prophet des Islams, hat, wie es aussieht, den Islam missverstanden und zahlreiche Kriege geführt. Als Mohammed einen Brief an die Führer und das Volk des Oman gerichtet hat, in dem er sie auffordert, den Islam anzunehmen, sodass er nicht mit seinen Reitern das Land gewaltsam besetzen muss, war das auch ein Missbrauch dieser wunderbaren Religion? Als Mohammed Kritiker ermorden ließ oder seinen Gegner Kinana brutal mit Feuer foltern ließ, hat er da die Grundlagen des Islams verlassen? Als Mohammed als eines der Alleinstellungsmerkmale seines Prophetentums erwähnte, dass Allah ihn durch Terror siegreich gemacht hat, hat er da die Werte des Islam verzerrt?
Wenden wir uns dem Koran zu, dem nach islamischer Lehre vollkommenen und unabänderlichen Wort Allahs. Gerade in diesem Buch finden die islamischen Terroristen die Verse, auf die sie sich berufen.
Als dein Herr den Engeln eingab: „Gewiß, Ich bin mit euch. So festigt diejenigen, die glauben! Ich werde in die Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. So schlagt (ihnen auf) die Nacken und schlagt von ihnen jeden Finger!“ (Sure 8,12)
Nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah hat sie getötet. Und nicht du hast geworfen, als du geworfen hast, sondern Allah hat geworfen, und damit Er die Gläubigen einer schönen Prüfung von Ihm unterziehe. Gewiß, Allah ist Allhörend und Allwissend. (Sure 8,17)
Kämpft gegen sie! Allah wird sie durch eure Hände strafen, sie in Schande stürzen, euch zum Sieg über sie verhelfen und die Brüste von gläubigen Leuten heilen. (Sure 9,14)
Allah hat von den Gläubigen ihre eigene Person und ihren Besitz dafür erkauft, daß ihnen der (Paradies)garten gehört: Sie kämpfen auf Allahs Weg, und so töten sie und werden getötet. (Aus Sure 9,111)
Wenn die Terroristen tatsächlich diese Verse des Korans für ihre Verbrechen missbrauchen, warum gibt es keine weltweiten Proteste der Muslime, die den wahren Werten des Islams verpflichtet sind, gegen diesen verbrecherischen Missbrauch der Worte Allahs? Wegen einiger Karikaturen Mohammeds waren weltweit Millionen auf der Straße. Lästern ein paar Karikaturen Allah mehr als fast tägliche Gewalttaten im Namen Allahs? Wird Allahs Name durch lästernde Zeichnungen mehr besudelt als durch das Blut unschuldiger Menschen, bei deren Ermordung Allah gepriesen wird?
Da passt etwas nicht zusammen. Es fehlt der Maßstab der Liebe und Gerechtigkeit.
Auch im Namen des Christentums wurden Verbrechen begangen. Doch keiner dieser Verbrecher konnte sich auf die Worte oder das Vorbild Jesu berufen. Die Worte Jesu verurteilen solche Menschen ganz klar.
Da sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. (Matthäus 26,52)
Jesus hat seine Jünger nicht mit Waffen ausgeschickt, sondern allein mit seiner Botschaft zu ihnen oft feindlich gesinnten Menschen.
Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben! (Matthäus 10,16)
Niemand kann sich für Gewalt im Namen des Christentums auf Jesus berufen.
Islamische Terroristen hingegen berufen sich sowohl auf Mohammed als auch auf den Koran. Leisen Protest dagegen vernimmt man vor allem in westlichen Ländern, in denen der Islam eine Minderheitsreligion darstellt. Der weltweite Aufschrei der Muslime gegen den Missbrauch ihrer Religion bleibt aus.
Mohammed hat der Welt keinen Frieden gebracht. Wahren Frieden finden wir nur bei Jesus, der gekommen ist, um uns mit Gott zu versöhnen. Wenn wir uns den Frieden mit ihm schenken lassen, verändert er unser Herz und führt uns zum Frieden mit den Menschen, soweit sie es zulassen. Jesus ist auch für Muslime der Weg zum Frieden.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. (Matthäus 5,9)
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. (Johannes 14,27)
Gerecht gemacht also aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. (Römer 5,1)
Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden! (Römer 12,18)
Die Frucht der Gerechtigkeit wird in Frieden für die gesät, die Frieden schaffen. (Jakobus 3,18)
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