Wer nun mit dir darüber streitet, nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so sag (zu denen): „Kommt her! Laßt uns unsere Söhne und eure Söhne, unsere Frauen und eure Frauen, uns selbst und euch selbst zusammenrufen und hierauf flehen und so den Fluch Allahs über die Lügner kommen lassen!“ (Sure 3,61)
Ich habe mich in einem früheren Beitrag mit dem in der islamischen Tradition überlieferten Hintergrund dieses Verses beschäftigt. Am Ende des ersten islamisch-christlichen Religionsgesprächs soll Allah Sure 3,61 herabgesandt haben und die christliche Delegation aus Nadschran zum gemeinsamen Herabrufen des Fluches Allahs über die Lügner aufgefordert. Als es dazu kommen sollte, kam Mohammed gemeinsam mit seiner Tochter Fatima, deren Mann Ali und ihrer Kinder Hasan und Husain, die als Vertreter des Islams bei dieser bei Muslimen als Mubahala bekannten Verfluchung dabei sein sollten. Doch die christliche Delegation weigerte sich, daran teilzunehmen, was ihnen von den Muslimen als Schwäche ausgelegt wurde. So kam es nicht dazu.
Es ist dennoch interessant zu sehen, was mit Mohammed und den von ihm zur Mubahala ausgewählten Familienmitgliedern nach islamischer Tradition geschehen ist.
Die Mubahala wird in das Jahr 631 datiert. Im darauffolgenden Jahr ist Mohammed der Überlieferung zufolge an den Folgen einer vergifteten Mahlzeit gestorben. Mehr dazu in diesem Beitrag.
Seine Tochter Fatima folgte ihm bald darauf. Nach schiitischen Angaben starb sie infolge von Verletzungen, die sie erlitt, als sie hinter einer Tür eingequetscht wurde. Es gab Spannungen zwischen Ali und Abu Bakr und Omar, den beiden ersten „rechtgeleiteten Kalifen“. Omar soll versucht haben, in das Haus einzudringen, um Ali zum Treueschwur für Abu Bakr zu bewegen. Dabei habe sich Fatima gegen die Tür gestemmt. Sie wurde beim Aufbrechen verletzt, verlor dabei auch ihr ungeborenes Kind. Bald darauf soll sie an den Verletzungen verstorben sein.
Auch Ali starb eines gewaltsamen Todes. Er wurde im Jahre 661 beim Gebet in der Moschee von Kufa von einem anderen Muslim ermordet.
Sein Sohn Hasan wurde nach schiitischer Überlieferung von einer seiner Frauen im Auftrag des Gegners Alis Muawiya vergiftet.
Hasans Bruder Husain wurde 680 in der Schlacht von Kerbela getötet. Dieses Ereignisses gedenken die Schiiten jährlich in ihren Aschura-Feiern.
Alle an der Mubahala beteiligten Personen starben eines gewaltsamen Todes. Mohammed wurde von einer Jüdin aus Chaibar vergiftet, nachdem Mohammed und seine Anhänger dort ein Massaker veranstaltet hatten. Mohammeds Tochter, deren Mann und ihre Söhne wurden Opfer islamischer Gewalt. Man könnte das so verstehen, dass die von Mohammed beabsichtigte Verfluchung tatsächlich alle auf muslimischer Seite Beteiligten getroffen hätte.
Die Sache ist nicht so einfach, da einerseits die Quellenlage für die Anfangszeit des Islams sehr schlecht ist. Die islamischen Quellen stammen aus deutlich späterer Zeit und werden von etlichen Gelehrten für nicht besonders glaubwürdig erachtet. Andererseits stellt sich die Frage, ob Gott bei einer derartigen Verfluchungsaktion mitmachen würde, da so etwas ganz grundsätzlich seinem Willen widerspricht.
Auf jeden Fall wird aus den islamischen Quellen klar, dass sogar nach islamischer Darstellung es schon kurz nach dem Tod Mohammeds keine Einheit unter den Muslimen gab, dass Gewalt und Krieg auch zwischen Muslimen an der Tagesordnung standen. Dieser Gewalt fielen sogar Mitglieder der Familie Mohammeds zum Opfer. Der Islam hat nicht Frieden gebracht, sondern Streit, Krieg und Verderben. Die von Mohammed gesäte Saat der Gewalt ist aufgegangen und hat ihn und seine Familie hinweggerafft.
Wohin ich schaue: Wer Unrecht pflügt, wer Unheil sät, der erntet es auch. (Ijob 4,8)
Wer Frieden sucht, findet ihn bei Jesus.
Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und Frieden den Nahen. (Epheser 2,17)
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