Das Lied des Jona

  1. Zum Herrn rief ich in meiner Not, und Antwort war zu sehen.
    Um Hilf‘ schrie ich, bedrängt vom Tod. Du hörtest auf mein Flehen.
    Du warfst mich in das tiefe Meer, des Wassers Fluten um mich her,
    von Wogen ganz umgeben.

  2. „Verstoßen bin ich“, sagt‘ ich nun, „hinweg von deinen Augen“.
    Und dennoch werd dein Heiligtum aufs Neu‘ ich wieder schauen.
    Die Wasser ganz umfingen mich, in Tiefen war umschlossen ich,
    mein Haupt von Tang umschlungen.

  3. Zum Grund der Berg‘ sank ich hinab, verriegelt in der Erde.
    Da holtest du mich aus dem Grab, mein Gott, um dir zu leben.
    Denn als das Leben in mir schwand, den Weg zum Herrn mein Beten fand,
    zu seinem heil’gen Tempel.

  4. Ein Mensch, der nicht’ges Nichts verehrt, der kennet keine Treue.
    Doch ich bring Opfer dir, dem Herrn. Dich lob ich stets aufs Neue.
    Ich will erfüll’n, was ich gelobt, denn du führtest mich aus der Not.
    Vom Herren kommt die Rettung.

(Nach Jona 2,3-10)

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